Werzeug und das Handy Cat B40

CAT B40

Ein Erfahrungsbericht zum CAT B40.

CAT (also Caterpillar) ist nicht nur für große Baumaschinen bekannt, sondern für ebenso robuste Handys. Gerade im Outdoorbereich und auf Baustellen kommen die Handys von CAT zum Einsatz. Zum Sortiment gehören ebenso Smartphones wie auch Tastenhandys, allen gemein ist allerdings die Robustheit und ein durchdachtes Konzept für den jeweiligen Einsatzbereich. So und nicht anders würde man sich das auch von einer Marke wie CAT erwarten. Wir haben uns diesmal das CAT B40 Handy näher angesehen.
Qualität und Verarbeitung

Werzeug und das Handy Cat B40
Werzeug und das Handy Cat B40

Qualität und Verarbeitung


In einem kräftigem „Baggergelb“ kommt die Verpackung daher und besticht vor allem durch Schlichtheit. Kaum ist die Box geöffnet, hat man auch schon das B40 vor Augen. Groß und stabil wirkt es auf den ersten Blick und das erste Mal in der Hand gehalten bestätigt sich auch dieser visuelle Eindruck. Was sofort auffällt ist die strukturierte, griffige Oberfläche. Sie ist dazu gedacht auch in schwierigen Situationen und bei Regen das Handy immer gut in der Hand behalten zu können. Das Handy hat ein gutes Eigengewicht, nicht zu schwer und nicht zu leicht, insgesamt fühlt es sich, passend zur Zielgruppe, an wie ein Werkzeug. Hier knarzt und wackelt nichts am Gehäuse, die Verschraubungen sind klar zu erkennen. Man bedient sich bewusst einer kantigen, funktionsorientierten Designsprache, die wohl vor allem bei Männern auf Gegenliebe stoßen wird. Das hier verwendete Material ist durchwegs Plastik, es wirkt aber nicht billig und das Display ist durch dickes Panzerglas geschützt. Wer will kann hier aber noch zusätzlich einen Screenprotector anbringen.

Bei den Testen fällt auf, dass es erst etwas gewöhnungsbedürftig ist sie zu bedienen, da sie einen eher schwammigen Druckpunkt haben. Das ist aber dem staubdichten, spritzwassergeschützten Gehäuse geschuldet. Die wichtigen Schnittstellen und der SIM Karten Slot sind hinter dicken Plastikabdeckungen gut geschützt. Diese lassen sich jedoch einfach öffnen und machen insgesamt einen zuverlässigen Eindruck. An der Oberkante ist eine Taschenlampe verbaut, die ordentlich Hell ist und sicher einen großen, praktischen Nutzen für Handwerker hat.

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Clever finden wir, dass das Gehäuse an der Vorder- sowie Rückseite über Erhöhungen verfügt, die längs dem Gehäuse verlaufen, welche dafür sorgen, dass das Handy niemals flach auf dem Display, der Tastatur oder der Rückseite aufliegt, um so Beschädigungen und Kratzer an wichtigen Teilen wie dem Display zu vermeiden.

Lieferumfang

Minimalistisch geht es beim Lieferumfang weiter. In der baggergelben Box befinden sich nebst dem Handy selbst nur noch eine Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte, ein USB-A auf USB-C Ladekabel und ein Tool für die SIM Karten.
Produktmerkmale und Funktionen

Größe: 145 x 62 x 18 mm
Gewicht: ca. 157 g
Display: 2,4 Zoll Farb-LCD Display mit 320 x 240 Pixel Auflösung
Kamera: 2 Megapixel Kamera an der Rückseite
Akku: 1.800 mAh

Das Caterpillar CAT B40 ist vor allem eines, nämlich stabil. Alles andere ist zweitrangig. So verwundert es auch nicht, dass die Kamera mit 2 Megapixel Auflösung keine wirklich brauchbaren Fotos schießt. Das würde man so auch nicht erwarten, doch auch beim Dokumentieren von Arbeitsabläufen oder abfotografieren von Dokumenten und Plänen, was vielleicht für die Zielgruppe nützlich wäre, schwächelt die Kamera sehr. Passend zur Kamera ist auch das Display relativ schlecht. Es ist zwar hell und für die Darstellung der schönen gelbschwarzen Icons ist es auch ausreichend hochauflösend, doch die Betrachtungswinkel sind furchtbar. Kaum blickt man nicht direkt gerade aufs Display, schon kommt es zu Fehlfarben.
Gefunkt wird von 2G bis 4G, auf bis zu 2 Nano SIM Karten. Für ausreichend Netzabdeckung ist also gesorgt. Um eine stabile Datenverbindung muss man sich mit dem CAT B40 nicht bemühen, tatsächlich ist es nämlich ein „Offline Handy“. Surfen im Internet ist damit nicht möglich.
Neben den üblichen Funktionen wie telefonieren und SMS verschicken, findet sich auch ein UKW-Radio, ein Wecker, ein Kalender und ein Taschenrechner auf dem Handy. Auch ein paar Spiele haben sich eingeschlichen. Insgesamt erinnert die technische Ausführung all dieser Programme aber an die Handys die wir aus den 90er Jahren kennen.
Auf der Verpackung finden wir den Hinweis Hygiene Plus. Diesen Hinweis finden wir nirgendwo mehr sonst. Wir nehmen an, dass damit gemeint ist, dass sich das widerstandsfähige Gehäuse und vor allem die Tastatur einfach reinigen lässt. In Zeiten von Corona gibt es wohl marketingtechnische Interessen daran diesen Hinweis an der Verpackung anzubringen. Darüber hinaus konnten wir keine besondere „Hygienefunktion“ entdecken.

Handhabung

Viel gibt es auf dem Handy nicht zu tun, außer zu telefonieren oder mal eben etwas auszurechnen, doch das klappt ganz hervorragend. Ebenso minimalistisch wie der Funktionsumfang gestaltet sich auch die Menüführung, die ebenfalls sehr an die Steuerung von älteren Nokia Modellen erinnert. Das Betriebssystem ist ein proprietäres, durchgestylt in baggergelb, schwarz und weiß sind die Icons für die einzelnen Funktionen. Dank starken Kontrasten sind diese auch auf dem eher schlechten Display gut erkennbar.

Die Menüführung ist logisch und bedarf keiner weiteren Erklärungen, wer dennoch nachschlagen will, der findet die Funktionen des B40 klar und deutlich im beiliegenden Handbuch erklärt. Gesteuert wird über ein 4-direktionales Tastenfeld, für die Aktivierung der Taschenlampe gibt es ein praktisches Tastenkürzel. Die Tasten sind sehr gut beleuchtet und auch in schwierigen Lichtbedingungen immer gut erkennbar.

Vor- und Nachteile des CAT B40

Testbericht und Fazit
Vorteile
+ maskuline, reduzierte Designsprache
+ sehr robustes Gehäuses welches Stöße und Feuchtigkeit gut verkraftet
+ liegt ausgezeichnet in der Hand (bei größeren Händen)
+ sehr helle, einfach zu aktivierende Taschenlampe
+ logische Menüführung mit klarer Designsprache
+ lauter Lautsprecher für laute Klingeltöne, praktisch auf der Baustelle
+ USB-C, Bluetooth und 3,5 mm Klinkenanschluss
+ ideales Arbeiterhandy ohne Schnickschnack
+ Dual SIM Funktion
+ Akku hält sehr lange
+ leicht zu reinigendes Tastenfeld
+ gut ablesbare, beleuchtete Tasten
Nachteil
- „Hygiene Plus“ dürfte nur Marketing sein
- furchtbare Betrachtungswinkel des Displays
- keine Frontkamera
- Tasten gewöhnungsbedürftig
Fazit: Das CAT B40 lässt vermutlich das Herz eines jeden Handy-Fans höher schlagen, der ein robustes Handy sucht! Es bietet pure Freude bei der täglichen Nutzung. Angebote finden Sie bei ebay.de (Werbelink)

Was macht ein Outdoorhandy bzw. Baustellenhandy aus?

Im Fokus stehen klar die Unempfindlichkeit des Gehäuses, ein überschaubarer, limitierter Funktionsumfang und ein relativ günstiger Preis. Das B40 von CAT positioniert sich hier zielgruppentypisch ganz wunderbar. Komfortfunktionen und hochauflösende Kameras sucht man vergeblich.

Akku einsetzen / tauschen beim CAT B40

Der Akku ist bereits im Handy fest verbaut. Sollte der Akku einmal getauscht werden müssen, so muss man erst einmal ganze 12 Schrauben entfernen, um das Gehäuse zu öffnen.

SIM-Karte einlegen beim B40 von Caterpillar

Ein gutes Seniorenhandy ist einfach zu bedienen und verfügt über die wichtigsten Funktionen, die nicht nur Im Lieferumfang ist ein SIM Karten Tool enthalten, mit diesem lassen sich bis zu 2 Nano SIM Karten ganz einfach einsetzen oder tauschen. Die Handhabung ist selbsterklärend.

Fazit

Zwar als Handy für den Außenbereich beworben und aufgrund des widerstandsfähigen Gehäuses auch sicherlich als solches geeignet, sehen wir das B40 von CAT aber eher als klassisches Baustellenhandy. Viele Outdoorhandys verfügen oft über Kompassfunktionen oder gar Höhenmesser, spezielle Notruffunktionen etc. All diese Funktionen sucht man bei diesem Handy vergebens. Es ist im Funktionsumfang äußerst limitiert und leider sind auch Display sowie die Kamera keine wirklichen Highlights. Funktionell, praktisch, für die Baustelle, das Lager oder den Forstbetrieb, kann das B40 einiges wegstecken, aber darüber hinaus keinerlei Komfortfunktionen bieten. Wer die richtigen Erwartungen hat, wird mit diesem preiswerten Handwerkerhandy zufrieden sein. Die praktische Taschenlampe, die lange Akkulaufzeit und das griffige, robuste Gehäuse überzeugen dann schließlich in der Zielgruppe doch. Auf den „Motorstartsoundeffekt“ beim an- und ausschalten des Handys hätten wir allerdings gut und gerne verzichten können.

Alles in allem ein Handy ,welches dann hart im nehmen und überzeugend ist, wenn das teure High End Smartphone zu Hause bleiben muss.

Cat B40 in der Luft
Cat B40 in der Luft

weitere Bilder vom Handy CAT B40

5 Kommentare

  1. Suche vergeblich eine Funktion zum Deaktivieren der Tastentöne. Das nervt total. Ansonsten erhoffe ich mir vom Handy in erster Linie eine gute Begleitung wenn ich als Pädagogin bei jedem Wetter mit Kindern und Jugendlichen draußen unterwegs bin (Schulgarten, Sportplatz, Spielplatz).

  2. Härter im nehmen geht es kaum und es hat alles was man braucht.
    Für mich, als Metallbauer beruflich ziemlich hart unterwegs und als Hobbymusiker ab und an auf Festivalplätzen und dunklen Locations, das PERFEKTE Handy.

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